MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Undercover
Beiträge: 454
Registriert: Sonntag, 04. Oktober 2020, 13:57:22
Kronen:
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Undercover »

Rebus hat geschrieben: Samstag, 31. Juli 2021, 20:18:54
Nun ja, wenn man etwas mehr Phantasiewasser getrunken hat und die Presse verfolgt, dann fallen einem durchaus beim Stichwort „Katholische Kirche“ Möglichkeiten für Mitwisserschaften ein, die für einen Menschen gefährlich werden könnten.
Deine Überlegungen sind durchaus sehr interessant -aber die Katholische Kirche und Mord? Also bei einem Auftragsmord bedarf es wahrlich um ein vielfaches mehr Brisanz um zum letzten Mittel zu greifen. Aber ein provinzieller Pfarer, der mal ein Flüchtlingsmädchen oder Junge unsittlich angefasst hat und deshalb holt er sich gleich die Tschetschenen-Mafia um ein Gemeindemitglied brutal zu töten? Nein, das kann ich mir echt nicht vorstellen.

Und selbst wenn das so wäre, dann würde man das sicherlich nicht so kompliziert machen (ala Handy, Parkplatz, Abschleppseil, Klappbox), sondern hätte sie gleich auf dem Parkplatz abgestochen und Tschüss. Es gibt fast wöchentlich irgendwelche Missbrauchsskandale in der Kirche -aber wieviel Leute wurden denn als potenzielle Zeugen beseitigt? Mir ist nur der eine Fall aus dem Vatikan in den 80er Jahren bekannt, wo eine junge Frau spurlos verschwunden ist und gemunkelt wurde, dass sie womöglich ein Missbrauchsopfer war.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@Rebus

Wir sind aktuell bei der Suche eines Motivs. Meine nachfolgenden Ausführungen sind Phantasie-Konstruktionen auf dieser Suche. Die Zielrichtung ist, einen "Steckerzieher" zu finden. Der "Steckerzieher" muss einen Mord als letzten Ausweg gesehen haben. Oder "der Steckerzieher" könnte zusätzliche Motive gegen das Mordopfer gehabt haben können.
----------------------------------------------------------------------------------------------
Brainstorming
- Kirche könnte tangiert sein;
- Motivmöglichkeit „Mitwisserschaft an einer Straftat, die für Dritte existenzgefährdend ist“;
- alte Moralauffassungen versus neue Moralauffassungen;
- Frau wird ermordet;
- zwei Familienangehörige bei Pfadfindern;
- Pfadfinder sind überkonfessionell;
- seit 2011 flammten Missbrauchsvorwürfe auf;
- Zu dieser Zeit war auch in Deutschland ein „Kurat“ der kath. St.-Georgs-Pfadfinder des Missbrauchs angeklagt worden;
- es gab eine jahrelange Diskusssion in der St.G.-Pf. über Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen;
- im Gebäude 1401 auf dem Gelände des Flughafens Hahn, in einer alten Produktionshalle, ist die Jugendkirche „Crossport to Heaven“ angesiedelt;
- CtH ist ein 2011 gegründetes, sehr ambitioniertes Projekt der katholischen Jugendarbeit im Kirchenkreis Sohren
- Im CtH gibt es nicht nur Jugendgottesdienste, sondern auch Altkleidersammlungen für Flüchtlinge und Pfadfindertreffen
- Sehr eng mit diesem Ort verbunden ist der Stamm Sohren (bei Lautzenhausen) der besagten katholischen Pfadfinderschaft St. Georg;
- In Seelscheid bei Lohmar unterhält die St. Georgs-Pfadfinderschaft einen weiteren Stamm, den Stamm „Edelweiß“.
- Sohn S. und Mann U. sind seit Langem als Pfadfinder engagiert, beide graues Leiterhalstuch, Engagement für junge Menschen;
- U. kennt Wald und Flur;
- U. hat 2014 in voller Pfadfinderkluft Übernachtungslager des Pfadfindernachwuchses der 9-12jährigen Pfadfinder begleitet;
---------------------------------------------------------------------------------------------

Modell von Rebus:
Z.B.: Person B erfährt etwas über Person A oder bemerkt etwas, schöpft einen Verdacht. Will sich einer Person C anvertrauen oder bei ihr zusätzliche Informationen einholen, weil vielleicht frühere Verbindungen zu Person A bestehen, oder ähnlicher Arbeitsbereich. Person A erfährt von dieser Absicht und zieht den Stecker, um diese für ihn existenzgefährdende Aktion zu unterbinden.
Zur direkten Kommunikation entwirft Rebus:
Wenn eine Beziehung zwischen Täter und Opfer bestanden haben sollte, dann war Kommunikation nur mündlich möglich, Das heißt: Der Täter saß auf dem Gelände des Flughafens, bevorzugt im Tower, ggf. in 669 oder einer anderen Firma auf dem Hahn. Eine langfristige Verabredung oder gar einen Jour fixe schließe ich aus.
--------------------------------------------------------------------------------------------

Vor drei Tagen, am 29.07.2021, erschien in der Rhein-Zeitung ein Bericht über eine Open-Air-Firmung mit Weihbischof Jörg Michael Peters auf dem Flughafen Hahn https://www.rhein-zeitung.de/region/aus ... 89294.html

Da wurden also Teenies gefirmt und erreichen damit die Fähigkeit der politischen Mitwirkung in der Kirche.
Auf die Nachfrage, wie er zur Segnung der LGBTIQ stehe, zitierte er Papst Franziskus: „Wer bin ich, dass ich über die Liebe der Menschen urteilen kann.“ Er stellte sich hinter die Segensbewegung.
...
Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wodack nutzte die Gunst der Stunde, um auf den Antrag des Jugendrates zu verweisen, die Jugendkirche „Crossport to Heaven“ zu einem Ort der Sakramentenspende werden lassen soll.
--------------------------------------------------------------------------------------------

Dies ist erst einmal eine Vorarbeit, um nun in diesem Umfeld für das Modell: "B-A-C // Stecker raus" eine Anwendung zu suchen.
AngRa
Beiträge: 5431
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Das Brainstorming kann man bezüglich der aufflammenden existenzgefährdenden Missbrauchsvorwürfe dahingehend ergänzen, dass denjenigen die wegen dieser Straftaten in Verdacht geraten und überführt werden Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren drohen, nicht selten verhängen Gerichte Freiheitsstrafen im oberen Bereich und auch die Anordnung von Sicherungsverwahrung ist keine Seltenheit, da diese Straftaten scheinen überhand genommen zu haben und man ihnen Einhalt gebieten muss.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Nachdem ich einige Zeit über das Modell "B-A-C" nachgedacht habe, möchte ich zunächst einmal den ersten Teil davon betrachten, nämlich
Z.B.: Person B erfährt etwas über Person A oder bemerkt etwas, schöpft einen Verdacht.
Von wem könnte B etwas erfahren haben?
Wie und wo könnte B etwas bemerkt haben, das einen Verdacht hätte aufkommen lassen?

Wenn B kein Gruppen-Insider war, dann muss B ein verdachtbegründendes Fehlverhalten zugetragen bekommen haben. Wer würde B ein Fehlverhalten zugetragen haben können? Und warum würde jemand B ein Fehlverhalten zugetragen haben?

Es könnte eine Freundin gewesen sein, die ein Kind bei den Pfadfindern hatte, und die das der Freundin gegenüber erwähnte, dass da was "komisch" sei. Es könnte ein Angehöriger von B gewesen sein, der regel- oder sittenwidrig belästigt wurde.

Jedenfalls - vom Modell ausgehend - war B hellhörig geworden und wollte der Sache nachgehen. Das macht man nur, wenn einem die Sache nahe geht und betroffen gemacht hat. Was könnte B überlegt haben, wie sie zu ihren Informationen kommt? Das Modell sagt bezüglich B:
Will sich einer Person C anvertrauen oder bei ihr zusätzliche Informationen einholen, weil vielleicht frühere Verbindungen zu Person A bestehen, oder ähnlicher Arbeitsbereich.
Wer könnte die Person C sein?
Also A ist der Inkriminierte, und C soll über ihn was wissen. Wie hätte B ihren Informationswunsch eingeleitet, wenn sie auf C zugegangen wäre? Sicherlich, dass ihr jemand etwas mitteilte, das sie verifizieren wolle, weil es sie etwas beunruhigt. Sie könnte einen besorgten Eindruck auf C gemacht haben. Dieser könnte ihr einen Termin zu einem Gespräch vorgeschlagen haben, jedoch sich inhaltlich nicht dazu verhalten haben.

Nun war C in einer schwierigen Lage. Wenn es ein Fehlverhalten gab, wie sollte er B gegenüber damit umgehen? Ich nehme an, dass C als vertrauenswürdige und einwandfreie Ratgeberperson bei B galt. Er könnte gedacht haben, dass er am besten den inkriminierten A mit einbezieht, um nicht hinter seinem Rücken gegen ihn zu agieren. Vielleicht ist C zu A, um ihn um eine Stellungnahme zu bitten, weil er diese für das Gespräch mit B bräuchte.

Nun könnte der inkriminierte A eine Gefahr aufkommen gesehen, und den Stecker gezogen haben, bevor da irgend etwas ausgebreitet wurde.

Nebenbei bemerkt, wurden die kirchenamtlichen Kurate um die Problemzeit herum mit dem Argument eingestellt, dass Priestermangel herrsche.
Es werden nun Laien zu Kuraten ausgebildet.

Ich benötige etwas Zeit, um weiter zu überlegen, wer A gewesen sein könnte.
AngRa
Beiträge: 5431
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Lt. Stern-Bericht plante BA für den Ostermontag "Walken am heimatlichen Stallberg" und für die Woche vom 25.4. -3.5. längere Wanderungen mit der Wandergruppe am Rheinsteig. Es wäre denkbar, dass BA schon am Stallberg nicht alleine unterwegs gewesen wäre und während der Wandertage am Rheinsteig wäre sie ohnehin mit einer Gruppe gewandert. Vielleicht bestand aus Sicht des Inkriminierten die Gefahr, dass BA während dieser Wanderungen Näheres erfahren hätte, was einen möglicherweise schon im Raum stehenden Verdacht erhärtet hätte oder auch einen Verdacht erstmals begründet hätte. .
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich war auf der Google-Suche nach dem Artikel bezüglich Beendigung kirchenamtlicher Kurate bei den Pfadfindern.
Dabei stieß ich auf diesen Artikel, in dem es um Ermittlungen gegen einen Geistlichen, und zwar einen ehemaligen Bundeskuraten der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg geht.
https://rp-online.de/politik/missbrauch ... d-13602285
Rebus
Beiträge: 95
Registriert: Freitag, 09. April 2021, 13:49:26
Kronen:
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Rebus »

@Undercover.

Ich habe bei der Konstruktion eines Mitwisser-Szenarios als Motiv eigentlich nicht gedacht, dass Person A ein Mann der Kirche sein muss, sondern eher ein Mann, der in einer kirchennahen Institution mitarbeitet, denn auch ich würde einem Kirchenmann nicht die rabiate Energie zutrauen, deshalb einen Menschen zu ermorden. Ich habe aber tatsächlich schon einen eher sanften 59-jährigen Mann aus der Jugendarbeit gekannt, der eines Abends vor Feierabend im Streit seine Sekretärin umgebracht, sie in einen Teppich eingewickelt und entsorgt hat. Motiv: Mitwisserschaft. Sie hatte Unregelmäßigkeiten in seiner Haushaltsführung bemerkt. Hätte ich ihm nicht zugetraut, weder den Griff in die Kasse, noch den Mord. Aber auch hier ging es letztlich nicht um das Geld, sondern um seine Existenz. Dieser Fall fällt mir jetzt erst ein.

Nein, ich denke an einen Mann, den man dort trifft, wo sich die Familie von B.A. und sie selbst sehr stark engagiert, nämlich im weiteren Sinne im Gemeindebereich einer Kirche, ohne dass er in der Kirche eine Funktion haben muss, z.B. die katholischen St-Georgs-Pfadfinder, ob das nun in Seelscheid oder Sohren ist, ja, oder in Kottenheim. Die ganze Familie war in der Gemeinde engagiert, vom Messdiener über den Jugendkarneval bis zur Pfadfinderleitung, B.A. war das schon aus Kottenheim gewöhnt, ist mit ihrer Mutter auch im Eifelverein gewandert. Ich hätte als Katalysator für ein solches Mitwisser-Szenario eigentlich nur noch Wandergruppe oder Wanderverein wählen können, aber mir ist nicht bekannt, dass B.A. sich im Hunsruck einer Wandergruppe angeschlossen hätte, daher habe ich den kirchlichen Bereich und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewählt. Das war in erster Linie die Plattform, auf der Begenungen hätten stattfinden können, und diese Plattform gab es sowohl zu Hause, als auch am Hahn. Das war so meine Ausgangsüberlegung.

@Widasedumi:

Bei meiner Ideenskizze bin ich nicht unbedingt davon ausgegangen, dass eine Begegnung von B mit C bereits stattgefunden hat, sondern eher, dass das ein Vorhaben war, von dem vielleicht B einer vertrauten Person berichtet haben könnte, und diese Person dann vielleicht nicht so verschwiegen war, dass A davon dann nicht doch etwas mitbekommen hat. C könnte aber durchaus ein Kirchenmann sein. Vielleicht hat B auch, in Rage geraten, gegenüber A damit gedroht, „ich werde mal den C nach dieser Sache fragen, was er davon hält, wenn du nicht den Mund aufmachst“, oder so. Also C muss gar nicht unbedingt wissen, was da im Kommen war, es könnte sein, dass das bis dahin eine reine Angelegenheit zwischen A und B war, was A in die Karten gespielt haben würde. Nur wir zwei wissen davon und wenn du in der Dickung liegst, weiß nur noch ich, was da einmal war. In meinem Entwurf könnte sich das ganze Desaster sowohl regional, als auch überregional abgespielt haben, d.h., A muss nicht aus der Heimat von B.A. kommen oder gar er Eifel. Kann aber.
Wenn er eigens aus der Ferne anreiste, dann war er nicht mit ihr verabredet, dann hat er sie überrascht, als quasi Osterüberraschung und ist dann bei günstiger Gelegenheit zur Tat geschritten. Wenn er vom Hunsrück kam, kann da auch ein mündliche Abmachung gewesen sein „Du hast doch noch ein paar alte Kleider für die Sammlung, kannst du mir in L’hausen vorbeibringen/am Parkplatz übergeben, ich bringe die zu Ostern zum Crossport.“ Wahrscheinlicher wäre allerdings bei wachsendem Misstrauen auch hier ein Auflauern.

Wen man so alles mit der Rolle von A besetzen könnte, überlasse ich dem geneigten Leser.

Thema: - alte Moralauffassungen versus neue Moralauffassungen;

Dieses Thema hast du noch einmal aufgelistet, ich denke allerdings, dass es nicht zum Szenario „Mitwisserschaft“ gehören würde, da reicht es nicht für Mord.
Aber sonst? Ich müsste das Privatleben unseres Opfers kennen, um einschätzen zu können, ob jemand ihr selbst mit seinen alten Moralauffassungen hätte kommen können, so nach dem Muster „Wenn das rauskommst, ruinierst du unsere ganze Familie“, beispielsweise im Gespräch mit Mr. Y, dann kommt es zum Wortwechsel und einer emotionalen Handgreiflichkeit mit unbeabsichtgigtem Unfalltot. Aber da wären wir im falschen Kulturkreis. Ehrenmorde sind im Katholischen nicht üblich.
Oder aber, andersherum, Modell „Böse Schwiegermutter“: B.A. selbst hat alte Moralvorstellungen, findet in ihrer Familie Lebensentwürfe, die sie nicht billigt, brüskiert Lebenspartner, die sich ausgegrenzt fühlen, sie ist im Wege. Nur kann ich mir da keinen Mord vorstellen. Denke,das reicht nicht. Version a) der Moralauffassungen würde aber gehen.

Letztendlich hatte die Polizei 5 Jahre Zeit, das alles mal auszuloten, und anzudenken, und da baue ich doch mal auf die gute alte Ermittlungsarbeit, bevor man sich nun mit DNA beschäftigtg und Fasern, die zu Kleidungsstücken passen, die der Täter längst nicht mehr besitzt, oder zu einerm Auto, das längst verschrottet ist.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@Rebus

Natürlich wird vom Brainstorming auch manches irrelevant sein.

Zum Modell "B-A-C" nochmal. Damit B initiativ wird, muss schon ein schwerer Verstoß im Raum gestanden haben, welcher der B an die Nieren gegangen ist. Ich schätze sie nicht als die selbsternannte Aufsicht ein, die den Laden mal durchfegen wollte, wenn es sie nicht persönlich betroffen hat. Es müsste eine scheußliche Tat an einem Kind gewesen sein, zu welchem B einen Bezug hatte. Es muss nicht das eigene Kind gewesen sein, sondern könnte das Kind einer Freundin gewesen sein. Und diese Freundin könnte die B um Rat und Tat gefragt haben, wie man in diesem ehrwürdigen Verein vorgeht, weil B durch ihre Angehörigen in diesem Verein einen Draht ins Innere hat.

Also da war die aufgewühlte B und überlegte sich das Vorgehen. Der inkriminierte A war durch das geschädigtes Opfer bekannt und war somit auch B bekannt. Jetzt gibt es rein theoretisch den Punkt, ob A mit B privat was zu tun hat oder nicht? Gehen wir davon aus, dass das nicht der Fall ist.
Es muss dann aber jemand sein, der existentiell viel zu verlieren gehabt hätte, wenn über ihn was rauskommen würde. Aber das ist kein kleiner Pfadfinder oder Kleidersammler. Das wäre schon eine höhere Ebene gewesen. Und eine Person, bei der man vorsichtig hätte sein müssen, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht. Da hätte sich B schon sehr gut vorher beraten und vorbereiten müssen.

Es kann sehr gut sein, dass der Inkriminierte Wind von der Sache bekam.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Rebus

Ja, das ist stimmiger. Es ist und bleibt eine Hürde, mit einem so heiklen Ding an einen C heranzutreten. Denn auch B hätte gewusst, dass sich sozusagen Vermittler-Personen nicht gerade um solche Fälle reißen, so dass B die Sache zuerst unter 4 Augen besprechen - und sich je nach Kooperationswillen das Weitere vorbehalten haben könnte.

Ich möchte das Modell mal so rahmen, um nun aber zu überlegen, ob es valide sein kann, denn mit Freundin ist dann nichts. Sonst hätte schon wieder einer mehr was gewusst. Ohne Freundin wären es also nur zwei Wissende gewesen. Frage: Wie hätte B an dieses gravierende Wissen gelangen können, das sie in einem so ungeheuren Ausmaß aufgeregt hatte? Muss drüber nachdenken!
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich habe noch keine Idee, wie ich im debattierten Modell jemanden finde, der bei den Pfadfindern am Hahn eine Funktion hatte und der in einer guten Existenz am Flughafen Hahn eine Position hatte, die er sich nicht von B gefährden lassen wollte.
AngRa
Beiträge: 5431
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Motivsuche ist interessant und wichtig. In diesem Fall hat man von Seiten der Polizei über neue Ermittlungsergebnisse seit Monaten nichts gehört. In früheren Berichten, die wohl an Aktualität bislang nicht verloren haben, war zu lesen, dass die Polizei bei der Suche nach einem Motiv und den Hintergründen des Falles nicht voran gekommen ist. Vielleicht kommt der große Durchbruch bei Aufklärung des Falles noch, vielleicht auch nicht. Momentan ist nach dem bisher veröffentlichten Wissensstand die Suche nach einem Motiv unergiebig, da rein spekulativ.
Benutzeravatar
Iven
White Lives Matter
Beiträge: 6026
Registriert: Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:59:11
Kronen:
Sterne:
Wohnort: Hamburg

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Kurz Off Topic


Exakt drei Wochen vor der Bundestagswahl ziehen wir sie hier im HET schon mal vor und stimmen bereits jetzt ab.

Hier geht's zur vorgezogenen Bundestagswahl im HET: viewtopic.php?f=190&t=932

Bitte alle mit abstimmen!
Stop the insane, criminal, green/red Left-Nazis (Greens, SPD) before it's too late.
Benutzeravatar
Iven
White Lives Matter
Beiträge: 6026
Registriert: Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:59:11
Kronen:
Sterne:
Wohnort: Hamburg

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Hi @ all,

es gibt eine Anfrage an uns Hobby-Ermittler oder auch Privatermittler von einer TV-Journalistin, die demnächst eine Reportage über Hobby-Ermittler im Netz in Deutschland und den USA für das Wissensmagazin Galileo (ProSieben) machen wird. Sie fragt, ob Ihr aktuell an einem Fall dran seid (egal welcher) und Euch generell vorstellen könntet, ihr und ihrem Team zu zeigen, wie Ihr vorgeht und was Euch daran fasziniert?
Die TV-Journalistin würde sich sehr freuen, von uns zu hören!

Sollte jemand von Euch Interesse haben, in der o.g. Reportage dabei zu sein und mitzuwirken, sagt mir bitte relativ kurzfristig via PN Bescheid. Ich gebe Euch dann die entsprechenden Kontaktdaten zu der Journalistin und ihrer TV-Produktionsfirma.

Beste Grüße
Iven
Stop the insane, criminal, green/red Left-Nazis (Greens, SPD) before it's too late.
z3001x
Moderator
Beiträge: 4046
Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
Kronen: ♔♔♔♔
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Am Rande desselben Waldgebiets, in dem vor einem Jahr Birgit Ameis' sterbliche Überreste gefunden wurden, wurde von der SOKO HAHN ein großes Schild aufgestellt, in dem um Mithilfe gebeten wird, was den Fund von 3 Gegenständen angeht.
Diese Fundstücke sind:
  • Teile einer roten bzw rot-rosanen Plastik-Klappbox
  • ein einzelner schwarzer Damen-Fleece-Handschuh der Größe 7,5
  • ein Auto-Leder-Schwamm
Es ist nicht klar, allerdings denkbar, dass die Fundstücke im Zusammenhang mit dem Tod von Frau Ameis stehen.
Insbesondere die Klappbox könnte ihre sein.
Die Fundstücke wurden bereits am 16. April 2015 gefunden, also 12 Tage nach dem Verschwinden von Frau Ameis.
Sie wurden knapp 2km vom Leichenfundort und 1,6km vom Autoabstellplatz im Mühlenweg in Lautzenhausen gefunden hinter einer Sitzbank am Waldrand - 70m von der Bundesstrasse B50.
Vom Leichenfundort über den genannten Ort der Ablage dieser Fundstücke zum Autoabstellplatz Mühlenweg, führt ein autobefahrbarer Weg über Feld- bzw Waldwege, der komplett abseits von großen Strassen verläuft.

Auf Tafel wird um Mithilfe gebeten, insbesondere was die Herkunft der Klappbox angeht.
In deutscher Sprache und auf Russisch in kyrillischer Schrift.
z3001x
Moderator
Beiträge: 4046
Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
Kronen: ♔♔♔♔
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Die neue Hinweistafel der SOKO HAHN:

Bild

Vollansicht (4032 x 2268): https://i.ibb.co/d5HLWzW/rote-box.jpg
z3001x
Moderator
Beiträge: 4046
Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
Kronen: ♔♔♔♔
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Vielen Dank, z3001x, für deine neuen, sehr interessanten Informationen. Die Polizei misst diesen Fundstücken offenbar eine große Bedeutung zu, denn diese 4 m breite Tafel drückt das eigentlich deutlich aus. Auch der autofähige Feld/Waldweg vom Leichenfundort zum Parkplatz des roten Renault von Frau Ameis unterstützt die Annahme der Relevanz.

Diese Gegenstände sind vermutlich bewusst hinter der Bank am Waldrand zurückgelassen worden. Wenn sie aus dem Besitz von Frau Ameis oder dem Täter stammen, dann hat der Täter wohl nach der Ablage von Frau Ameis dort eine Pause gemacht. Eine andere Möglichkeit, dass außer dem Täter jemand in zeitlicher Nähe zum Verschwinden von Frau Ameis, dort ausgerechnet den Teil einer Klappbox und Damen Handschuhe entsorgt, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlicher, als dass es der Täter war.

Die Klappbox war zerbrochen. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Klappbox irgendwie eine Rolle zum Transport des Leichnams aus dem Appartement in ein Fahrzeug und in den Wald spielte. Möglicherweise wurde sie dazu bewusst in Stücke zerbrochen. Und dieses Rahmenstück (wie ich es auf dem rechten Bild erkenne, hat er nicht direkt im Transportbehältnis gebrauchen können, sondern separat in sein Auto gelegt. Nach der Ablage hat er dort auf der Bank eine Pause gemacht, um diese Stücke zu entsorgen, weil er sie nicht in seinem Besitz lassen wollte.

Den Autoschwamm kann ich momentan noch nicht einordnen. Die Handschuhe könnten von Frau Ameis sein. Die könnte der Täter evtl. selbst getragen haben aus mehreren Gründen, zur Spurenvermeidung aber auch, um sich nicht selbst im Gestrüpp zu verletzen.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Die Gegenstände könnten im Zuge der Suchaktionen um Frau Ameis gefunden worden sein. Datum des Funds war der 16. April 2015. Der Tag des Verschwindens war Samstag, der 4.4.15. Der 16. April 2021 war ein Donnerstag, und zwar setzte da die Arbeit der kompletten Sonderkommission "Hahn" in Lautzenhausen erst so richtig ein. Es dauerte ja bis zum Samstag, 11.4.15, dass das Auto von Frau Ameis gemeldet wurde. Daraufhin wurde der Fall von NRW nach Rhl.Pfz. übergeben. Ab Montag 13.4.15 musste in der Koblenzer Kriminaldirektion die Sonderkommission zusammengestellt werden. Das dauert schätzungsweise drei Tage, bis diese steht, denn es müssen Dienststellen Beamte angefragt werden, die dann Beamte abordnen. Auch wenn es schnell gehen muss, wird diese Gruppe erst dienstags im Groben festgestanden haben. Dann wurde gleichzeitig ein Quartier gesucht und im Gemeindehaus Lautzenhausen gefunden. Am Mittwoch, 15.4.21, so könnte ich mir vorstellen, hat sich die Sonderkommission in Lautzenhausen eingefunden und mit dem Fall intensiv vertraut gemacht, Strategien besprochen, Gruppen gebildet, Arbeitsaufträge festgelegt usw.. Am Donnerstag 16.4.21 könnte dann von der Sonderkommission selbst der Arbeitsplatz, der Auffindeort des Fahrzeugs, und die Umgebung selbst erkundet worden sein. Dabei könnten auch diese Gegenstande gefunden worden sein.

Das ist aber eine reine Vermutung von mir.
Widasedumi
Beiträge: 6994
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Noch ein Gedanke zur Polizeitaktik:

Diese drei Fundstücke wurden mit Sicherheit den Familienangehörigen zur Klärung der Frage vorgelegt, ob diese Frau Ameis zugeordnet werden können. Ebenso die Handschuhe auch ihrer Freundin, mit der sie Wanderungen unternommen hatte. Aufgrund dieser aufwendigen Tafel vermute ich mal, dass das eine oder andere Fundstück von einem oder mehreren Befragten der Frau Ameis zugeordnet werden konnte und dass auch die Polizei - wie ich schon schrieb - diesem Fund eine große Fallbedeutung beimisst.

Natürlich kann das Gegenteil nicht ganz ausgeschlossen werden. Es kommt auf den Wahrscheinlichkeitsgrad an. Und der Zusammenhang scheint mir hier sehr hoch zu sein.
AngRa
Beiträge: 5431
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge)
Sterne:

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@z3001x

Auch von mir vielen Dank für die neuen Informationen. Es war ziemlich still geworden in diesem Fall.

Bislang war nur bekannt, dass die Polizei am 15 und 16.4. ein Waldstück durchsucht hat.

In einer frühen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Koblenz vom 17.4. 2015 hieß es:
Erste Absuchen im Umkreis des Pkw-Fundortes mit Polizei und Feuerwehr am 11. und 12. April führten nicht zum Auffinden der Frau. Weitere Durchsuchungen von Gebäuden und einem Waldstück am 15. und 16. April erbrachten ebenfalls keine Hinweise auf ihren Aufenthaltsort.
Bei diesen Suchmaßnahmen dürften die Gegenstände gefunden worden sein.


Später wurde in der BILD Zeitung vom 28.3.2016 berichtet, dass bei den zahlreichen Suchaktionen im Wald einige Gegenstände gefunden worden sind, die dann in einem Gen-Labor untersucht worden sind.
► Hun­der­te Ein­satz­kräf­te durch­su­chen 400 Hekt­ar Wald­land. Un­ter­stützt durch Hub­schrau­ber mit Wär­me­bild­ka­me­ra, Hun­den.

► Un­men­gen dabei auf­ge­fun­de­ner Ge­gen­stän­de wan­dern ins Gen-La­bor. Sie könn­ten Bir­git Ameis ge­hört haben – oder dem Mör­der.
https://www.bild.de/regional/frankfurt/ ... .bild.html


Ich gehe mal davon aus, dass auch die Gegenstände, die nun auf der Hinweistafel aufgeführt worden sind, in einem Gen-Labor untersucht worden sind ohne dass sich DNA von Frau Ameis finden ließ. Wenn der Handschuh ihr gehört hätte, dann hätte sich dort aber wohl im Innenbereich mit hoher Wahrscheinlichkeit DNA von ihr finden lassen. Ich gehe daher davon aus, dass es sich nicht um ihren Handschuh handelt.

Bei der Klappbox könnte es sein, dass es sich um ihre Klappbox handelt. In allen Zeitungsberichten und polizeilichen Pressenitteilungen wurde nie die Farbe der Klappbox erwähnt, wahrscheinlich um kein Täterwissen preis zugeben. Das ist damals schon aufgefallen. Ich vermute, dass die Angehörigen bestätigen konnten, dass ihre Klappbox rot/rosa war. Zumindest der Bruder hat sie noch kurz vor dem Verschwinden gesehen, dann wird er auch Angaben zur Farbe gemacht haben. Wenn diese farbliche Übereinstimmung und die "Bauart" mit dem Fund nicht gegeben wäre, dann wäre es unwahrscheinlich, dass die Reste der Klappbox Frau Ameis gehört haben und die Polizei hätte sich den Aufwand mit der Hinweistafel sparen können. Daher gehe ich davon aus, dass die Farbe und die Bauart gestimmt hat.

Um ganz sicher zu gehen, hat die Polizei sich nun mit der Hinweistafel an die Öffentlichkeit gewandt. Sie kann sich also im Fall des Falles nicht vorwerfen lassen, dass sie einseitig ermittelt hat, denn sie hat sich auch um die Aufklärung von Alternativen bemüht, nämlich darum, ob die Klappbox vielleicht jemand anderem gehört hat, der sie im Wald entsorgt hat. Wenn sich niemand meldet ist das kein ultimativer Beweis dafür, dass sie Frau Ameis gehörte, aber es ist wieder ein Stück wahrscheinlicher.

Möglich ist natürlich auch, dass jemand die Klappbox gesehen hat und die Teile außer dem Rahmen mitgenommen hat, weil er Verwendung dafür hatte.

Allerdings sind wohl auch an den Resten der Klappbox keine DNA Spuren von Frau Ameis gefunden worden. Das kann damit zusammen hängen, dass es während der 12 tägigen Liegezeit geregnet hat, so dass Spuren verwischt wurden.

Diese Klappbox könnte, wie von einigen schon immer vermutet, bei der Tatausführung eine Rolle gespielt haben. Vielleicht ist sie bei einem Kampf zwischen Täter und Opfer kaputt gegangen.
Antworten