MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Iven » Freitag, 30. Januar 2026, 22:57:10

@ Zebra

Herzlich willkommen bei uns im HET.

Wenn Du irgendetwas über Thomas K. und/oder sein Umfeld weißt, sei es durch persönliche Kontakte, sei es durch Bekannte, sei es durch die damalige Presse oder sei es einfach nur durch Gerüchte, würde ich mich über eine PN von Dir sehr freuen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Zebra » Freitag, 30. Januar 2026, 21:59:47

Hat geklappt ;)

@Gedankenverbrecher
Bisschen schräg ist es wohl. Der/die Täter werden ihr womöglich stattdessen einfach gesagt haben, sie solle mit Mama antworten, wenn sie gefragt wird, wo sie sei. Insofern hat sie 3x das selbe geantwortet, weil sie nur das durfte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 21:06:16

Nuschka hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 20:27:03 Warum fandest Du die Umstände ziemlich spektakulär? "Nur" aufgrund des gewählten Zeitpunktes oder anderer Gegebenheiten? Falls Du Dich mittlerweile hier anmelden konntest, wäre ich sehr interessiert an einer PN zu diesem Thema.
Ich hab es jetzt soeben noch einmal versucht :) Vielleicht klappt es, ich wäre dankbar.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gedankenverbrecher » Freitag, 30. Januar 2026, 20:36:57

ElGasto hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 18:09:06 Gab es den Laden 2006 überhaupt schon?
Seid ihr bald durch mit dieser Pizzeria? So langsam wirds nämlich echt schräg!

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nuschka » Freitag, 30. Januar 2026, 20:27:03

Gast hat geschrieben: Dienstag, 27. Januar 2026, 14:47:38
Die Umstände des Suizids fand ich persönlich ziemlich spektakulär und ich denke mir schon, dass N. irgendwo der Auslöser war für diese plötzliche Tat, weil was Falsches gesagt/sich falsch verhalten/zu wenig gekümmert/zu sehr auf den eigenen Geburtstag fokussiert.
Warum fandest Du die Umstände ziemlich spektakulär? "Nur" aufgrund des gewählten Zeitpunktes oder anderer Gegebenheiten? Falls Du Dich mittlerweile hier anmelden konntest, wäre ich sehr interessiert an einer PN zu diesem Thema.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ElGasto » Freitag, 30. Januar 2026, 18:09:06

Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 16:38:35 Wäre jetzt eben die Frage, ob Chris und Frauke oder Frauke und ihre Familie da öfter mal bestellt hatten und grundsätzlich bekannt waren, mehr oder weniger, mit dem Pizzaservice. Vielleicht haben sie öfter mal gesagt: "Lass mal bei Mama bestellen" oder "Wo wollen wir bestellen? - Bei Mam(m)a".

Aber wäre Chris dann da nicht auch schon drauf gekommen?
Gab es den Laden 2006 überhaupt schon?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 16:38:35

Wäre jetzt eben die Frage, ob Chris und Frauke oder Frauke und ihre Familie da öfter mal bestellt hatten und grundsätzlich bekannt waren, mehr oder weniger, mit dem Pizzaservice. Vielleicht haben sie öfter mal gesagt: "Lass mal bei Mama bestellen" oder "Wo wollen wir bestellen? - Bei Mam(m)a".

Aber wäre Chris dann da nicht auch schon drauf gekommen?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 16:24:35

ElGasto hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 13:21:12 Das Chris ihr dreimal die Frage stellte hätte Frauke kaum erahnen können. Das sie die Frage jedoch dreimalig identisch beantwortete ist jedoch bemerkenswert, oder nicht?
Stimmt, ja.
Wobei es mir in der Hinsicht auch wundern würde, dass Frauke wusste, wo sie war. Also dass sie das gesehen hat oder ihr das bewusst war, meine ich. Aber ja, ich finde die Theorie ist mal eine, die ich nicht ganz abwegig finde. Da gab's hier schon andere Theorien, da konnte man nur mit den Augen rollen. Der Name eines Restaurants könnte passen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ElGasto » Freitag, 30. Januar 2026, 13:21:12

Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 11:03:06 Interessante These. Aber meinst du wirklich DAS hätte der Täter zugelassen?
Das glaube ich nämlich nicht.
Frauke wollte so viel gar nicht sagen. Es wirkt auf mich als habe sie Mitgefühl oder Mitleid mit ihm gehabt.
Das Chris ihr dreimal die Frage stellte hätte Frauke kaum erahnen können. Das sie die Frage jedoch dreimalig identisch beantwortete ist jedoch bemerkenswert, oder nicht?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 11:03:06

Gasto hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 22:43:06 Es gab 2 Pizzerias in PB..die eine mit la Mama,die andre Mamma Mia..die eine befand sich in Sennelager..Hat man da unter anderem ned Fraukes Handy auch geortet im Raum Sennelager? Was wenn es 6 ein Hinweis mit dem 3 mal Mama auf ne Pizzeria war? Tatfahrzeug ein Lieferwagen vom Pizzaservice..
Mir lässt des 3x Mama immer noch keine Ruhe und da Frauke zum Zeitpunkt dieses Telefonats wusste dass ihre Mama ned anwesend ist und sonst sehr taffe wirkte glaub ich nicht dass es ein Hilfeschrei nach Mama war,dazu 3x die Wiederholung..die wollte vermutlich verraten wo sie steckt...Man könnte schreien bei diesem ganzen Fall..wenn man nur den Ton dazu hätt könnt ma schon viel raushören🙈🥴
Interessante These. Aber meinst du wirklich DAS hätte der Täter zugelassen?
Das glaube ich nämlich nicht.
Frauke wollte so viel gar nicht sagen. Es wirkt auf mich als habe sie Mitgefühl oder Mitleid mit ihm gehabt.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nuschka » Freitag, 30. Januar 2026, 10:31:26

Hobbypsychologe hat geschrieben: Dienstag, 27. Januar 2026, 11:30:31 Wurde eigentlich die leerstehende Wohnung von Thomas untersucht? Immerhin war dieser gerade mal 3 Wochen unter der Erde un dseine Wohnung, die in der Nähe vom Friedhof lag, bestimmt noch nicht weitervermietet.
T. hat doch noch bei seinen Eltern gewohnt, oder ist das eine falsche Info? Leerstehend, interessant.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HHmoin » Freitag, 30. Januar 2026, 09:02:08

Oder gab es ne Lehrerin die ihr immer schlechtere Noten gab als alle anderen Lehrer ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trodat5203 » Freitag, 30. Januar 2026, 08:39:31

Gasto hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 22:43:06 Es gab 2 Pizzerias in PB..die eine mit la Mama,die andre Mamma Mia..die eine befand sich in Sennelager..Hat man da unter anderem ned Fraukes Handy auch geortet im Raum Sennelager? Was wenn es 6 ein Hinweis mit dem 3 mal Mama auf ne Pizzeria war? Tatfahrzeug ein Lieferwagen vom Pizzaservice..
Mir lässt des 3x Mama immer noch keine Ruhe und da Frauke zum Zeitpunkt dieses Telefonats wusste dass ihre Mama ned anwesend ist und sonst sehr taffe wirkte glaub ich nicht dass es ein Hilfeschrei nach Mama war,dazu 3x die Wiederholung..die wollte vermutlich verraten wo sie steckt...Man könnte schreien bei diesem ganzen Fall..wenn man nur den Ton dazu hätt könnt ma schon viel raushören🙈🥴
Fraukes Verfassung lässt sich sehr schlecht beurteilen. Einerseits gab sie teils sinnige Antworten, andererseits fehlt ein großer Teil des Gesprächs, was vllt nicht nur der Aufregung und dem mangelnden Erinnerungsvermögen von Karen und Chris geschuldet ist sondern möglicherweise auch daher rührt, dass Frauke an manchen Stellen evtl. gar nicht reagierte, lange Pausen machte oder unsinnig bis unverständlich sprach.

Das "Mama" könnte ein Hinweis sein, ja. Wie abstrakt dieser dann gewesen sein könnte in Fraukes Verfassung ist fraglich. "Mama" könnte aber auch wirklich nur ein Codewort gewesen sein und dafür stehen, dass sie Hilfe brauchte oder nach Hause wollte oder für Angst.

Die Chronologie der Fragen und Antworten ist ja eben auch nicht in Stein gemeißelt. Im Gesprächsprotokoll taucht die Frage: "Wirst du festgehalten?" mit der darauffolgenden Antwort "Ja, nein nein!" vor der Frage "Wo bist du? " - "Mama" auf. Daraus lässt sich schneller auf einen Hinweis deuten. Ordnet man die Fragen aber andersherum an, dann könnte Frauke durch das "Mama" zunächst versucht haben eine Art "Hilfeschrei" loszuwerden und diesen dann mit der Antwort "Ja, nein nein" nochmal deutlich gemacht haben.

Ich habe schon selbst 2 Menschen erlebt, die in einer Art Delirium oder kurz vor dem Tod auch immer wieder "Mama" sagten. Das war kein Rufen, das kam eher so vor sich hingemurmelt. Oder als Frage, sobald z.B. die Zimmertür aufging. Denen wurden allerdings auch keine komplexeren Fragen gestellt, auf die sie hätten antworten müssen. Daher kann ich nicht sagen, ob sie sinnvoll geantwortet hätten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Freitag, 30. Januar 2026, 08:33:40

Natürlich hat Frau Liebs über alles möglich selbstreflexiv nachgedacht- das glaube ich durchaus. Aber ohne professionelle Hilfe kann sie gar nicht- wie auch jeder andere- darauf kommen, wer ein Motiv haben könnte und worin es betand. Es sei denn, dass es in ihrem Berufsleben eklatante Vorkommnisse gab, die vielleicht sogar einen Bezug zu ihrer mittleren Tochter haben könnten. Da würde ich zunächst ansetzen.
Ich glaube, dass sich jemand von ihr zurückgesetzt oder zurückgewiesen fühlte- vielleicht sogar weil diese Person sich als eine "Tochter" mit FL und ihere Mutter identifizierte. Das kommt im schulischen Umfeld vor. Und solche Zurückweisungen - bewusst oder unbewusst- können ein massives psychisches Trauma auslösen.
Denn wen wollte denn die Tatperson am meisten Treffen ?
Die Person wurde im letzten Telefonat klar benannt.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Donnerstag, 29. Januar 2026, 23:16:04

Jolu65 hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 21:29:46 Um eines klarzustellen:
Ich habe nie von Behandlungsfehlern- tatsächlichen oder gemtmaßten gesprochem. Eine überhöhte Rechnung oder ein abgebrochener Zahn sind ärgerlich, aber Petitessen. So etwas ist 2 oder 3 Tage Stadtgespräch oder führt zu einer Google-Rezensiom, vielleicht fallen ein paar böse und beleidigende Worte. Hier liegt eindeutig nicht das Motiv für die tat !

Wenn man sich aber über mehrere Jahre gemobbt und gedemütigt oder sich um Lebenschancen betrogen FÜHLT (ohne dass das tatsächlich so war), dann steigt Hass in jemandem auf. Ein Schule ist so ein Ort, wo so etwas passieren kann. Wie ich es bereits dargestellt habe- Frau Liebs trägt da sicher keinerlei Schuld oder Verantwortung. Aber Schulen sind ein Ort offener und auch sehr verborgener Gewalt bzw. von Gewaltphantasien. Verschiedene Amokläufe und ähnliche Vorkommnisse belegen das ja eindrucksvoll.

Darin sehe ich ein eindeutiges Motiv.
Ob die Polizei wirklich einem solchen Ansatz nachgegangen ist, darf ich anzweifeln- sicher hat sie das nicht getan. Denn das hinge ja von der Selbstreflexion von Frau Liebs ab, zu der sie vielleicht nicht in der Lage ist- das meine ich nicht böse oder hämisch. Manche Menschen -oder vielmehr die allermeisten- können das ohne fremde Hilfe nämlich gar nicht
Ich hatte mir kürzlich noch ihre Botschaft an den Mörder angehört.
Ihre (Selbst-)Reflektion darin ist höchsten Ausdruckes. Für mich jedenfalls.
(Z.b. bei Minute 14:18, wo sie sich nach eigenen Fehlern und Versäumnissen fragt)
So klingt und wirkt (wie gesagt für mich) niemand, den nach all den Jahren niemals zuvor so ein Verdacht gekommen sein soll.
Oder das niemand zuvor so einen Verdacht/Vermutung ihr gegenüber geäussert haben soll.

Das was du im letzten Satz andeutest, daran musste ich heute noch denken; dass eine Aufklärung wohlmöglich noch gelingen könnte, im Rahmen einer Therapie des Täters.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasto » Donnerstag, 29. Januar 2026, 22:43:06

Es gab 2 Pizzerias in PB..die eine mit la Mama,die andre Mamma Mia..die eine befand sich in Sennelager..Hat man da unter anderem ned Fraukes Handy auch geortet im Raum Sennelager? Was wenn es 6 ein Hinweis mit dem 3 mal Mama auf ne Pizzeria war? Tatfahrzeug ein Lieferwagen vom Pizzaservice..
Mir lässt des 3x Mama immer noch keine Ruhe und da Frauke zum Zeitpunkt dieses Telefonats wusste dass ihre Mama ned anwesend ist und sonst sehr taffe wirkte glaub ich nicht dass es ein Hilfeschrei nach Mama war,dazu 3x die Wiederholung..die wollte vermutlich verraten wo sie steckt...Man könnte schreien bei diesem ganzen Fall..wenn man nur den Ton dazu hätt könnt ma schon viel raushören🙈🥴

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 29. Januar 2026, 21:31:20

Vielleicht waren es nicht nur schlechte Noten. Vielleicht hatte Frau Liebs Sorgen gegenüber des Wohls eines Kindes und hat sich in eine Familie eingemischt und sich zu viel gekümmert. Vielleicht stank das jemandem gewaltig, der vielleicht bald sein Kind verloren hätte, weil es in einer Wohngruppe oder so unterkommen sollte.

(Beim Fall N.N. in Lampertheim wird Ähnliches vermutet. Offiziell ist hier nichts geklärt, weil keine Täter ermittelt werden konnten. Inoffiziell weiß man hier in der Gegend aber welche Eltern eine Riesen große Wut auf N.N. hatte, die als Lehrerin tätig war)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Donnerstag, 29. Januar 2026, 21:29:46

Um eines klarzustellen:
Ich habe nie von Behandlungsfehlern- tatsächlichen oder gemtmaßten gesprochem. Eine überhöhte Rechnung oder ein abgebrochener Zahn sind ärgerlich, aber Petitessen. So etwas ist 2 oder 3 Tage Stadtgespräch oder führt zu einer Google-Rezensiom, vielleicht fallen ein paar böse und beleidigende Worte. Hier liegt eindeutig nicht das Motiv für die tat !

Wenn man sich aber über mehrere Jahre gemobbt und gedemütigt oder sich um Lebenschancen betrogen FÜHLT (ohne dass das tatsächlich so war), dann steigt Hass in jemandem auf. Ein Schule ist so ein Ort, wo so etwas passieren kann. Wie ich es bereits dargestellt habe- Frau Liebs trägt da sicher keinerlei Schuld oder Verantwortung. Aber Schulen sind ein Ort offener und auch sehr verborgener Gewalt bzw. von Gewaltphantasien. Verschiedene Amokläufe und ähnliche Vorkommnisse belegen das ja eindrucksvoll.

Darin sehe ich ein eindeutiges Motiv.
Ob die Polizei wirklich einem solchen Ansatz nachgegangen ist, darf ich anzweifeln- sicher hat sie das nicht getan. Denn das hinge ja von der Selbstreflexion von Frau Liebs ab, zu der sie vielleicht nicht in der Lage ist- das meine ich nicht böse oder hämisch. Manche Menschen -oder vielmehr die allermeisten- können das ohne fremde Hilfe nämlich gar nicht

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Donnerstag, 29. Januar 2026, 21:00:35

Jolu65 hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 13:36:23 Ich habe mir nun mehrere Stunden verschiedene Podcasts zu dem Thema angehört- und es ergeben sich mehrere Ereignisebenen. Ich kann auch nicht sagen, dass die ermittelnden Polizeibehörden skch in diesem Fall mit Ruhm bekleckert haben.

Zur Familie:
Vater Zahnarzt, Mutter Lehrerin, zuletzt Schuldirektorin ---> bedeutet Oberschicht.
Solche Menschen glauben oft (ich weiß nicht, ob es hier auch so ist, nehme es aber an), dass sie in einer heilen Welt leben, in der ihnen alle wohlgesonnen sind. Sie fühlen sich gut, weil sie der festen Überzeugung sind, dass sie gut seien. Daraus leitet sich oft ein Überlegenheitsgefühl und eine Gefühl der Unangreifbarkeit ab. Alles andere blenden sie gerne aus.
Die Welt war auch 2006 nicht so wie solche Menschen die Welt sehen. Solche Menschen haben Neider, solchen Menschen wünschen viele, dass es denen auch einmal dreckig geht. Ich komme aus einer Kleinstadt und weiß wovon ich rede, obwohl ich auch eher sehr priviligiert aufgewachsen bin. Nun kommt hinzu, dass die Mutter Lehrerin war bzw noch sein wird. Lehrer treffen oft Entscheidungen, die berechtigt oder unberechtigt als ungerecht empfunden werden. Manche Lehrer werden zu regelrechten Hassobjekten. Manche Menschen steigern sich obszessiv in ihren Hass hinein und entwerfen Rachepläne. Meist bleibt es bei Allmachtsfantasien, aber ganz selten nicht nur dabei.
Mich wundert es ein wenig, dass dieser Handlungsstrang nirgendwo behandelt wird.
Kann es denn nicht sein, dass da ein Motiv liegt ?
Denn es wird auch in zumindest einem Podcast herausgearbeitet, dass eine Täterperson nicht nur über FL totale Kontrolle ausüben will, sondern auch und besonders über ihr soziales Umfeld. Wenn jemand an der Familie Liebs hätte Rache nehmen wollen, dann wäre das durch diese Tat perfekt gelungen.

Das wäre eine persönliche Ereignisebene.

(...)

Dann gibt es die Frage, wer überhaupt für eine solche Tat in Frage kommt.
In den Podcast werden schnell die üblichen Verdächtigen benannt- Speditionsgewerbe u.ä....--
Wäre es dann aber nicht so, dass ein Täter nach einer aus seiner Sicht "so gelungenen Tat", Weitere folgen lassen würde. Ohne Psychologie studiert zu haben, würde ich das stark annehmen.
Würde man den Fall Tanja Mühlinghaus als wirklich rein zufällig koinzident ausklammern, dann würde ich aufgrund fehlender Nachfolgetaten, wirklich annehmen, dass jemand an der Familie Liebs Rache nehmen wollte. Da würde ich den - wie soll man sagen- selbstkritischen ? familiären Ansatz sehen, dem die Mutter von FL vielleicht nachgehen sollte. Natürlich trifft sie kein Schuld an der Tat und mein Text ist dahingehend auch kein Vorwurf- nicht im Konkreten, auch nicht in allgemein professioneller Hinsicht im Hinblick auf ihren Beruf oder ihre sonstigen Tätigkeiten.
Doch, diese Handlungsstränge wurden schon häufiger geäussert. Vielleicht nicht so sehr hier, aber in dem anderen Forum beispielsweise.
Bei dem Vater als Zahnarzt wird dann z.B. von einem Behandlungsfehler gemutmaßt, für den sich jemand rächen wollte.
Bei der Mutter wiederum sind es schlechten Noten, die ein "Sitzenbleiben" oder einen nicht geschafften Abschluss für jemanden zur Folge hatte.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass Frau Liebs so welche Verdachtsmomente an die Polizei weitergegeben hat und dem nachgegangen wurde.
Aber ein (ehemaliger) Patient des Vater mit Ortskenntnissen in Paderborn? Halte ich persönlich für weniger wahrscheinlich.

Ich sehe im Vergleich zu anderen Motiven zwei Dinge, die diese Mutmaßungen für mich eher unwahrscheinlich wirken lassen:
Zum einen kann man sie anfechten (Behandlungsfehler, schlechte Noten), man kann über sie reden und diskutieren.
Sie haben sich (wenn es sie überhaupt gab) aller Wahrscheinlichkeit nach vorab in irgendeinerweise "offenbart".
Der Behandlungsfehler vor Gericht beispielsweise, oder der frustrierte Schüler, der aufgrund seiner schlechten Noten gegen Frau Liebs "vom Leder zieht".
Sprich, für diese Verdachtsmomente hätte es aller Wahrscheinlichkeit nach in der Vergangenheit Anzeichen gegeben und man ist diesen auch nachgegangen.

Wohingegen die Ungerechtigkeit, von der du sprichst und die man wahrscheinlich empfindet, angesichts eines Selbstmordes oder einer verschmähten Liebe, ungleich höher sein müsste.
Gefühle wie Ohnmacht, Wut, Trauer, Eifersucht und Neid, die dabei entstehen, werden eher für sich selbst behalten. Sie bleiben eher im Verborgenen, man spricht mit anderen nicht über sie.
Das Motiv schlechte Noten bietet für mich "zu wenig Drama".

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Wiesenblume » Donnerstag, 29. Januar 2026, 18:58:54

Noch etwas anderes. Der Heimat Filmer Detlef Lohse hat vor 12 Tagen einen neuen Beitrag bei youtube eingestellt, wie die Paderborner Fischteiche wieder mit Wasser gefüllt werden. Es wurden verschiedene Reperaturarbeiten vorher unternommen, bevor die Teiche wieder mit Wasser gefüllt wurden. --- Man hätte dabei ja die Handtasche finden können, die User.... hier erwähnte. Scheint aber nichts Verdächtiges im Areal der Arbeiten rum gelegen zu haben. Zu mindestens wurde nichts derartiges erwähnt.

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