Man stelle sich mal folgende Überschrift vor.
"Ist Gina H. die Täterin? Ihre Großmutter und die Ermittler widersprechen sich." (vergleiche die Überschrift in dem von mir zitierten Absatz aus dem Nordkurier.
Aber die Großmutter ist halt keine Behörde und deswegen ist für jeden offensichtlich sein, dass sie parteisch ist, wenn sie eine andere Einschätzung hat als die Ermittlungsbeamten.
Damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich wittere keine Verschwörung in dem Sinne, dass gezielt etwas vertuscht werden soll. Ich vermute aber sehr wohl einen Interessenkonflikt. Welche Schule hätte schon Interesse daran, wenn überhaupt nur der Eindruck entsteht, dortige Schüler könnten etwas mit einem Mordfall zu tun haben. Dieser Eindruck könnte schon alleine dadurch entstehen, dass überhaupt Ermittlungsarbeiten stattfinden, selbst wenn an deren Ende ein solcher Zusammenhang falsifiziert werden würde. Die Schule könnte Ärger mit den Eltern befürchten, wenn die Sprösslinge befragt werden, dass es Unruhe unter den Eltern auslöst, ob ihre Kinder an dieser Schule sicher sind etc. .
Hätte unter Voraussetzung eines intensiven Nachforschen ausgeschlossen werden, dass sich die Ermittlungen auch auf andere Einrichtungen ausgeweitet hätten, in denen Fabian aktiv war, wenn zum Beispiel sich im Laufe der Ermittlungen Verdachtmomente gegen Personen ergeben hätten, mit denen Fabian auch außerhalb der Schule Kontakt hatte?
[/b] Ich versteife mich nicht darauf, dass es auf jeden Fall einen Zusammenhang mit Mobbing zur Tat geben muss, ebensowenig wie ich mich auf Gina Hs Unschuld versteife. Aber ich bin steif und fest davon überzeugt, dass es gerade das Perfide am Mobbing ist, dass es häufig verborgen bleibt und dass das nicht durch eine Stellungnnahme des Schweriner Bildungsministerium widerlegt wird und mit Verlaub auch nicht durch die Lehrkräfte in Fabians Klasse. Der Pressesprecher der Polizei dem Nordkurier zufolge nicht von Mobbing in Fabians Klasse sondern von Mobbing an Fabians Schule gesprochen. (vergleiche das von mir aufgeführte Zitat)
Am Montag bestätigte ein Polizeisprecher dem Nordkurier, Fabian sei in der Schule gemobbt worden. Am Donnerstag vor seinem Verschwinden ließ er sich demnach wegen Unwohlsein und Nasenbluten früher von der Schule abholen, am Freitag blieb er dem Unterricht ganz fern, hieß es.
Dieser Darstellung widerspricht aber das Schweriner Bildungsministerium. „Fabian ist ein anerkannter und beliebter Mitschüler“, so eine Sprecherin. In seiner Klasse herrsche eine gute Lernatmosphäre, in der sich die Schüler wohlfühlen würden. „Beschriebene Einschätzungen, dass es sich zum Beispiel um einen Fall von Mobbing handeln könnte, entsprechen nicht den Tatsachen“, lässt die Sprecherin wissen.
Ob es nun einen Mobbingvorfall gegeben hat oder nicht, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft klären. Zweifelsfrei geklärt werden muss zudem auch die Identität der Leiche. Letztendliche Gewissheit soll eine Obduktion bringen."
https://www.nordkurier.de/regional/gues ... an-4009828
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