MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
GastausanderemForum

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von GastausanderemForum »

Ich bin in diesem Fall misstrauisch seit sich das Schweriner Bildungsministerium, der Bürgermeister so schnell beeilt haben einen Zusammenhang mit Mobbing zur Tat zu dementieren. Wenn so etwas von einer Behörde kommt, erweckt das bei mir den Eindruck des gezielten Versuch der Politik auf die Ermittlungsarbeiten Einfluss zu nehmen. Das löst bei mir Unbehagen aus, an dem der Nachsatz im Nordkurier, es obliege letztlich der Polizei einen solchen Zusammenhang herauszufinden, nichts ändert. (siehe das unten angeführte Zitat)

Man stelle sich mal folgende Überschrift vor.

"Ist Gina H. die Täterin? Ihre Großmutter und die Ermittler widersprechen sich." (vergleiche die Überschrift in dem von mir zitierten Absatz aus dem Nordkurier.

Aber die Großmutter ist halt keine Behörde und deswegen ist für jeden offensichtlich sein, dass sie parteisch ist, wenn sie eine andere Einschätzung hat als die Ermittlungsbeamten.

Damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich wittere keine Verschwörung in dem Sinne, dass gezielt etwas vertuscht werden soll. Ich vermute aber sehr wohl einen Interessenkonflikt. Welche Schule hätte schon Interesse daran, wenn überhaupt nur der Eindruck entsteht, dortige Schüler könnten etwas mit einem Mordfall zu tun haben. Dieser Eindruck könnte schon alleine dadurch entstehen, dass überhaupt Ermittlungsarbeiten stattfinden, selbst wenn an deren Ende ein solcher Zusammenhang falsifiziert werden würde. Die Schule könnte Ärger mit den Eltern befürchten, wenn die Sprösslinge befragt werden, dass es Unruhe unter den Eltern auslöst, ob ihre Kinder an dieser Schule sicher sind etc. .

Hätte unter Voraussetzung eines intensiven Nachforschen ausgeschlossen werden, dass sich die Ermittlungen auch auf andere Einrichtungen ausgeweitet hätten, in denen Fabian aktiv war, wenn zum Beispiel sich im Laufe der Ermittlungen Verdachtmomente gegen Personen ergeben hätten, mit denen Fabian auch außerhalb der Schule Kontakt hatte?

[/b] Ich versteife mich nicht darauf, dass es auf jeden Fall einen Zusammenhang mit Mobbing zur Tat geben muss, ebensowenig wie ich mich auf Gina Hs Unschuld versteife. Aber ich bin steif und fest davon überzeugt, dass es gerade das Perfide am Mobbing ist, dass es häufig verborgen bleibt und dass das nicht durch eine Stellungnnahme des Schweriner Bildungsministerium widerlegt wird und mit Verlaub auch nicht durch die Lehrkräfte in Fabians Klasse. Der Pressesprecher der Polizei dem Nordkurier zufolge nicht von Mobbing in Fabians Klasse sondern von Mobbing an Fabians Schule gesprochen. (vergleiche das von mir aufgeführte Zitat)

"Wurde Fabian gemobbt? Behörden widersprechen sich
Am Montag bestätigte ein Polizeisprecher dem Nordkurier, Fabian sei in der Schule gemobbt worden. Am Donnerstag vor seinem Verschwinden ließ er sich demnach wegen Unwohlsein und Nasenbluten früher von der Schule abholen, am Freitag blieb er dem Unterricht ganz fern, hieß es.

Dieser Darstellung widerspricht aber das Schweriner Bildungsministerium. „Fabian ist ein anerkannter und beliebter Mitschüler“, so eine Sprecherin. In seiner Klasse herrsche eine gute Lernatmosphäre, in der sich die Schüler wohlfühlen würden. „Beschriebene Einschätzungen, dass es sich zum Beispiel um einen Fall von Mobbing handeln könnte, entsprechen nicht den Tatsachen“, lässt die Sprecherin wissen.

Ob es nun einen Mobbingvorfall gegeben hat oder nicht, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft klären. Zweifelsfrei geklärt werden muss zudem auch die Identität der Leiche. Letztendliche Gewissheit soll eine Obduktion bringen."

https://www.nordkurier.de/regional/gues ... an-4009828
laeuferin
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von laeuferin »

Es gibt garantiert noch andere Hinweise auf eine Täterschaft als die von uns diskutierten.

ZB der sichergestellte Schuh und auch der Auftrag der schnellen Entsorgung ihres Mistes - beides nicht unauffällig.
Selbst wenn am Schuh keine Blutspuren gefunden wurden ,stellt sich doch die Frage, wieso wurden die Schuhe entsorgt.
Auch die Anmeldung in der Güstrow Gruppe, je nachdem zu welcher Zeit, kann ein Hinweis auf eine Täterschaft liefern.

In der Summe wird schon einiges da sein, das begründet, wieso sie weiter in Haft sitzt.
Kalle
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Kalle »

Grosuwi hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 22:47:27 Kann jemand die Jägerstory nochmal berichten ?
Ich denke es geht um folgends, z.B. lt. Berliner Kurier:

Bekannt sei, dass Gina H. ihre Freundin abholte – und dann laut Raffaela J. „schnurstracks dorthin gefahren ist, direkt dorthin gefahren ist“, sagt sie. An dem Tümpel entdeckten die beiden dann die Leiche des Jungen. Bekannt ist inzwischen auch, warum es Gina H. angeblich in die Region zog: Eine Zeugin soll ausgesagt haben, Gina H. habe gehört, dass jemand auf dem Acker eine Gummipuppe verbrannt habe. Die Information soll von einem Jäger gekommen sein. Da Fabian verschwunden war, kam ihr das aber merkwürdig vor, weshalb sie nachschauen wollte. „Und hat dann festgestellt, dass er es ist“, sagt Raffaela J.


Ich vermute das ist mit "Jägerstory" gemeint. Genaueres ist mir auch nicht bekannt. Ich verstehe das als Begründung warum G überhaupt in Klein Uphal spazieren gehen wollte. So könnte das alles - auch mit dem vorabendlichen Besuch am 13.10 ein bisschen Sinn bekommen. Nur leider kam dann dieser Zeuge O und sagt er habe bereits im von der Polizei festgelegten Tatzeitraum ihr Auto dort gesehen

Nicht sicher, aber eventuell ist das auch die Geschichte die G ihrem Ex-Freund und leiblichen Vater von F, dem Herrn M vorgetragen hat und der (zunächst ?) wohl wenig Grund fand daran zu zweifeln und G also eher nicht verdächtigt haben soll.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Djuke »

Kalle hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 12:29:56 Ich verstehe das als Begründung warum G überhaupt in Klein Uphal spazieren gehen wollte.
Manchmal sind Begründungen zu einfach, um wahr zu klingen, entsprechen aber trotzdem der Wahrheit.

Wäre der Gedanke zulässig, dass MR von der Unschuld GH’s ausgeht, (Bezug Aussage RJ), weil er weiß, wer von dem Zeugen mit dem Ranger gesehen wurde?
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Gastleser »

Kalle hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 12:29:56 Ich denke es geht um folgends, z.B. lt. Berliner Kurier:

…. Bekannt ist inzwischen auch, warum es Gina H. angeblich in die Region zog: Eine Zeugin soll ausgesagt haben, Gina H. habe gehört, dass jemand auf dem Acker eine Gummipuppe verbrannt habe……
@Kalle Wer könnte die “Eine Zeugin” sein, die das “ausgesagt haben soll”?

Ergänzend zur Puppengeschichte: Tatsächlich kann der erste Eindruck beim Auffinden so sein.
Auch die Aufforderung eine Taschenlampe zu nehmen, um sich sicher zu sein, ist ein Indiz für die Authentizität der “Puppen-Geschichte” und das tatsächlich aufgefundene Erscheinungsbild.

“Profis” in Rostock können das bei angebrannten Puppen erst “beim anfassen” entscheiden, wie sich zeigte:
“…. Gegen Mitternacht haben sich die Beamten bis zum Fund vorgearbeitet und gehen nun direkt an die Leiche heran. Als sie die ersten Körperteile anfassen, kommen erste Zweifel auf, ob es sich tatsächlich um einen echten Menschen handelt. ….”
https://www.nordkurier.de/regional/rost ... ng-3454719

n-tv.de 30.03.2025, 13:10 Uhr
“Polizei ermittelt fünf Stunden
Vermeintliche Leiche erweist sich als Sexpuppe
Kurioser Einsatz in Rostock ….
https://www.n-tv.de/panorama/Vermeintli ... 66557.html

Verwechslungsgefahr besteht immer
NDR.de Stand: 18.08.2025 10:25 Uhr
“Vermeintliche Leiche im Mittellandkanal erweist sich als Sexpuppe”
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... g-566.html

Erster Eindruck Puppe, aber “es könne eine Leiche sein”, kommt auch vor.
Coco hat geschrieben: Freitag, 03. November 2023, 19:10:10 https://www.rosenheim24.de/bayern/landk ... 47821.html
Was hat man mit der ungewöhnlichen Leichenbilder-Vorführung fürs anwesende Publikum bezweckt?

Herausgepicktes aus dem Artikel:
……
Der Auffindezeuge:
“…… „Ich hatte gehofft, dass es vielleicht eine Gummipuppe von einem Junggesellenabschied ist...“, gibt er an. Doch dann wurde auch ihm klar: es könnte eine Leiche sein. Der 43-Jährige rief die Polizei, habe an Ort und Stelle nichts berührt und nichts verändert. „Als die Polizei da war, bin ich gegangen. Es wird ja wohl kein schöner Anblick gewesen sein.“ Noch Stunden später sei ihm das riesige Polizeiaufgebot an der Prien aufgefallen. Spätestens da wurde dem Mann das Ausmaß seines Fundes klar. …..”

??? „Und daheim angekommen, hab ich niemandem davon erzählt. Gar nie nicht!
…..
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von -JohnDoe- »

Kalle hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 12:29:56 Ich denke es geht um folgends, z.B. lt. Berliner Kurier:

Bekannt sei, dass Gina H. ihre Freundin abholte – und dann laut Raffaela J. „schnurstracks dorthin gefahren ist, direkt dorthin gefahren ist“, sagt sie. An dem Tümpel entdeckten die beiden dann die Leiche des Jungen. Bekannt ist inzwischen auch, warum es Gina H. angeblich in die Region zog: Eine Zeugin soll ausgesagt haben, Gina H. habe gehört, dass jemand auf dem Acker eine Gummipuppe verbrannt habe. Die Information soll von einem Jäger gekommen sein. Da Fabian verschwunden war, kam ihr das aber merkwürdig vor, weshalb sie nachschauen wollte. „Und hat dann festgestellt, dass er es ist“, sagt Raffaela J.


Ich vermute das ist mit "Jägerstory" gemeint. Genaueres ist mir auch nicht bekannt. Ich verstehe das als Begründung warum G überhaupt in Klein Uphal spazieren gehen wollte. So könnte das alles - auch mit dem vorabendlichen Besuch am 13.10 ein bisschen Sinn bekommen. Nur leider kam dann dieser Zeuge O und sagt er habe bereits im von der Polizei festgelegten Tatzeitraum ihr Auto dort gesehen

Nicht sicher, aber eventuell ist das auch die Geschichte die G ihrem Ex-Freund und leiblichen Vater von F, dem Herrn M vorgetragen hat und der (zunächst ?) wohl wenig Grund fand daran zu zweifeln und G also eher nicht verdächtigt haben soll.
Ja genau, darum handelt es sich in groben Zügen bei der "Jäger-Story"...

Das Gina der "Gassi-Freundin" diese ebenfalls erzählt hat, davon gehe ich jedenfalls stark aus, denn warum sollte Gina noch im Auto sitzend (!) zu ihrer Gassi-Freundin sonst sagen: "Da unten liegt der Fabian" ?

Das der Gassi-Freudin sehr wahrscheinlich der Grund für die "Reise" zum Tümpel, auch schon vor Fahrtantritt bekannt war, davon kann man meines Erachtens. eigentlich schon fast sicher ausgehen. Wird im Prozess jedenfalls auch rauskommen wie das genau war und sich zugetragen hat.

Was Mathias mit seinem letztem FB-Beitrag "-... Rafaella erzählt nur die Hälfte...." nun genau gemeint haben könnten, darüber lässt sich leider nur spekulieren. Allerdings ist es nun mal so, dass ein bewusstes (aber auch unbewusstes) weglassen von Informationen, den letztlich wiedergegebenen Inhalt und somit die eigentliche Information und Aussage schon sehr stark verfälschen und/oder sogar bis hin zum Gegenteil ummünzen kann..

Klar sollte nämlich auch sein, dass die Gassi-Freundin nicht nur die Jäger-Story durch Gina bekannt gewesen sein müsste, sondern dann ebenfalls, auch noch mindestens ein Besuch dieser Örtlichkeit von Gina, schon am Vorabend, nur so wird es Rund...

Denn wenn die Jäger-Story Gina doch einzig dafür gedient haben sollte, um aufgrund dessen, mir der Gassi-Frerundin dort auf dem Acker mal nachzuschauen was da genau ist, warum sollte Gina dann -noch im Auto sitzend!- zur Gassi-Freudin gesagt haben "dort oder da unten liegt der Fabian" OHNE vorher ausgestiegen zu sein, um der Jäger-Story überhaupt erst einmal auf den Grund gegangen zu sein ? Macht für mich jetzt absolut 0- Sinn und wäre dann nur wieder ein weiterer kapitaler Wahnsinnsfehler, einer grausamen und psychisch angeschlagenen Kindermörderin Gina..

Und die späte Festnahme von Gina mir dann auch überhaupt nicht mehr erklärbar sein.

Immerhin scheinen die Erklärungen von Gina UND auch die, der Gassi-Freundin, für die Ermittler in ihren langen Vernehmungen/bis in die Nacht, schon sehr plausibel und nachvollziehbar gewesen zu sein, um überhaupt über ein eventuelles -oder eher wie ein Elefant im Raum stehendes- Täterwissen da noch hinweg sehen zu können/dürfen...

Das die mMn. im Vorfeld zurechtgelegte Story über den "zufälligen Gassi-Runden Fund" schon bereits direkt am Fundtag, in den intensiven Vernehmungen beider, "aufgeflogen" sind, dass ist denke ich, übrigens ebenfalls plausibel anzunehmen.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Sronson »

Kalle hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 12:29:56 Eine Zeugin soll ausgesagt haben, Gina H. habe gehört, dass jemand auf dem Acker eine Gummipuppe verbrannt habe. Die Information soll von einem Jäger gekommen sein.
Nehmen wir an, der Jäger wäre der tatsächliche Täter. Dann stellt sich die Frage, weshalb er anderen erzählt haben soll, dass am Tümpel eine verkohlte Sexpuppe liegt.

Wenn er die Tat begangen hätte, müsste es doch eigentlich in seinem Interesse sein, dass keinerlei Verbindung zu ihm hergestellt werden kann. Ein ortsansässiger Jäger kennt die Wälder wie seine Westentasche und hätte somit unzählige Möglichkeiten, eine Leiche für immer verschwinden zu lassen. Durch dieses „Sexpuppen-Märchen“ hätte er stattdessen die Aufmerksamkeit auf sich selbst und den Fundort gelenkt.
Bernhard
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Bernhard »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:20:05 Wenn er die Tat begangen hätte, müsste es doch eigentlich in seinem Interesse sein, dass keinerlei Verbindung zu ihm hergestellt werden kann.
Das denke ich auch, die Jägerstory ergibt nur Sinn wenn der Täter jemand ganz anderes wäre. Nur wie konnte der Ford Ranger dann am Tat-Tag gesehen werden. Ein anderer Täter als die TV der Zugriff auf ihr Auto hatte, das erscheint mir unplausibel.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Gastleser »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:20:05 Nehmen wir an, der Jäger wäre der tatsächliche Täter. Dann stellt sich die Frage, weshalb er anderen erzählt haben soll, dass am Tümpel eine verkohlte Sexpuppe liegt.
…..
Bin deiner Meinung.
Aber wie ist es zu bewerten, wenn der hypothetische Jäger seiner “Sichtung” nicht weiter nachgegangen ist, und seinen ersten Eindruck weitererzählt hat? Ohne Kenntnis, dass es keine Puppe ist.

Finde das allerdings sehr, sehr konstruiert, angesichts der Indizien.

Die Abfolge
Tat - Leaken der Tatbeteiligung inkl. “Trophäe” - Leugnen der Tat
wäre identisch mit der “Sattel-Geschichte”. Stichwort Persönlichkeits-Struktur.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Djuke »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:20:05 Durch dieses „Sexpuppen-Märchen“ hätte er stattdessen die Aufmerksamkeit auf sich selbst und den Fundort gelenkt.
Ich sehe die Jäger-Theorie aus den von dir genannten Gründen auch noch nicht als schlüssig.
Dieser hätte sich zu jeder Zeit frei und ohne Rückfragen bewegen können, würde deutlich verstecktere Plätze kennen.

Das Thema wirft gleichzeitig einen weiteren Gedanken auf… unterstellt, der Täter ist bereits gefunden. Warum nicht einen viel tiefere See vor der Haustür auswählen? Besteht nicht sogar direkter Zugang zum See von den Koppeln aus? Der auffällige Pickup wäre dort nicht weiter aufgefallen, die Bäume am Wasser hätten Sichtschutz gegeben. Spurenlage wäre viel leichter begründbar gewesen.

Warum das Ganze an einem Ort, wo der auffällige Pickup auffällt, man selten, oder gar nicht vorab war?
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Sronson »

Gastleser hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:45:58 Aber wie ist es zu bewerten, wenn der hypothetische Jäger seiner “Sichtung” nicht weiter nachgegangen ist, und seinen ersten Eindruck weitererzählt hat? Ohne Kenntnis, dass es keine Puppe ist.
Gibt es eine Pflicht für einen Jäger, einem solchen Gerücht nachzugehen oder eine (angebliche) verbrannte Sexpuppe aus seinem Revier zu entfernen? Wenn nicht, wäre es nicht rechtswidrig, wenn er Gina lediglich von dem Gerücht erzählt hätte, ohne selbst aktiv zu werden.

Aber woher hätte der Jäger überhaupt von der Sexpuppe wissen sollen? Vom wahren Täter, der so etwas an einen Jäger ausplaudert?
Gastleser hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:45:58 Finde das allerdings sehr, sehr konstruiert, angesichts der Indizien.
Mir ist das auch zu konstruiert.
Djuke hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:52:17 Warum nicht einen viel tiefere See vor der Haustür auswählen? Besteht nicht sogar direkter Zugang zum See von den Koppeln aus? Der auffällige Pickup wäre dort nicht weiter aufgefallen, die Bäume am Wasser hätten Sichtschutz gegeben. Spurenlage wäre viel leichter begründbar gewesen.

Warum das Ganze an einem Ort, wo der auffällige Pickup auffällt, man selten, oder gar nicht vorab war?
Dass die Leiche ausgerechnet an einer so ungeeigneten Stelle abgelegt wurde (quasi auf dem Präsentierteller, wenn man den Berichten über den hohen Spaziergängerstrom glauben will), könnte der Panik der Täterin bzw. des Täters geschuldet sein.

Oder die Leiche war von Anfang an absichtlich so platziert, dass sie schnell gefunden wird.
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Fragjanur »

Gastleser hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:45:58 Bin deiner Meinung.
Aber wie ist es zu bewerten, wenn der hypothetische Jäger seiner “Sichtung” nicht weiter nachgegangen ist, und seinen ersten Eindruck weitererzählt hat? Ohne Kenntnis, dass es keine Puppe ist.

Nicht einfach eine Puppe wie Schaufensterpuppe oder Puppe, sondern eine SEXpuppe! Das ist schon differenzierter. Sonst bräuchte es den Ausdruck ja gar nicht.

Jetzt komm ich wieder. :D Von wann stammt denn der 1. Post mit der Sexpuppe? :)
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Fragjanur »

Fragjanur hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:15:36 Nicht einfach eine Puppe wie Schaufensterpuppe oder Puppe, sondern eine SEXpuppe! Das ist schon differenzierter. Sonst bräuchte es den Ausdruck ja gar nicht.

Jetzt komm ich wieder. :D Von wann stammt denn der 1. Post mit der Sexpuppe? :)
Ich erklär mal, worauf ich hinaus möchte.

Eine verbrannte SEXpuppe ist interessanter als ne angekokelte "Puppe". Eine Sexpuppe will man sich vielleicht eher mal ansehen und "finden" und dabei dann den toten Fabi finden. :!:
Dann hätte ihn vielleicht auch jemand anders gefunden und nicht die TV. Möglicherweise also ein selbstgestreutets "Gerücht". Zog aber nicht und sie musste ihn selbst finden.

Wer würde denn so eine Sache irgendwo posten, wenn gerade ein Kind gesucht wird, das der eigene Ziehsohn sein soll? Ist da, insbesondere nach außen hin - fun angesagt? Glaub nicht. Daher interessiert mich, wann der 1. Post zur Sexpuppe war. Falls das jemand hier weiß?
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Sronson »

Fragjanur hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:15:36 Jetzt komm ich wieder. :D Von wann stammt denn der 1. Post mit der Sexpuppe? :)
Meinst du den Artikel des Berliner Kurier, in welchem die Sexpuppe erwähnt wird? Dieser stammt vom 01.12.

https://www.berliner-kurier.de/panorama ... i.10008254
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Djuke »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:55:41
Dass die Leiche ausgerechnet an einer so ungeeigneten Stelle abgelegt wurde (quasi auf dem Präsentierteller, wenn man den Berichten über den hohen Spaziergängerstrom glauben will), könnte der Panik der Täterin bzw. des Täters geschuldet sein.

Oder die Leiche war von Anfang an absichtlich so platziert, dass sie schnell gefunden wird.
Wäre im Falle von Panik und Hektik nicht ein naheliegender, bekannter Ort die erste Wahl.
Zumal ihr in dem Bereich bekannt ist, wann wer spazieren geht, nach Hause kommt und ggf. der Bus durchfährt.

Beim zweiten Punkt bin ich bei dir.
Die aktiven Arbeiten auf den umliegenden Feldern und im anliegenden Wald zu der Zeit, erhöhten die Wahrscheinlichkeit des Auffindens. Dieser Umstand muss der TV dann aber auch bekannt gewesen sein.
-JohnDoe-
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von -JohnDoe- »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:20:05 [youtube][/youtube]

Nehmen wir an, der Jäger wäre der tatsächliche Täter. Dann stellt sich die Frage, weshalb er anderen erzählt haben soll, dass am Tümpel eine verkohlte Sexpuppe liegt.
Warum sollte der oder ein Jäger überhaupt Täter sein oder als Täter/ Tatverdächtiger infrage kommen ?
Nur weil Gina mit ihrem "Affären-Jäger" am Vorabend schon am Tümpel war ?

Wäre die Frage nicht erstmal viel Interessanter WOHER diese Jäger-Story ÜBERHAUPT stammt und welchen genauen Inhalt/Informationen selbige vorhielt ?

Gibt es diese Jäger-Story in dieser Form wirklich ?
Wie ist Gina an diese Information überhaupt gelangt, wer hat sie ihr übermittelt, wo hat sie evtl. davon gelesen , wo hat die Jäger-Story ihren Ursprung ?
War diese Jäger-Story für die Ermittler belegbar, nachhaltbar ? Und wurde dieser Jäger-Story überhaupt ermittlungstechnisch nachgegangen ?
usw.

Das wären z.B. alles erstmal so Fragen, die ich mir stellen würde (und stelle!), bevor ich einen random Jäger überhaupt als potentiellen Täter mit "ins Spiel" und meine Überlegungen bringen würde..

Ich mein, es könnte ja durchaus auch ein gezielt gestreutes Gerücht gewesen sein, dass genau Gina erreichen sollte und ursprünglich somit dann auch gar nicht von einem Jäger stammen muss, um erfolgreich in Ginas Ohr "gepflanzt" worden zu sein!

Aber es könnte am Ende natürlich auch alles nur eine Lüge von Gina gewesen sein...?

Und genau darum ist es mMn. ja auch so extrem wichtig, dieser Jäger-Story die Bedeutung und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die diesem äußert wichtigen Sachverhalt, mMn. auch zweifellos zusteht und gebührt. Ich hoffe die Ermittler haben diesbezüglich alle ihre Hausaufgaben gemacht und können sich dahingehend später nichts vorwerfen lassen!

Warum interessiert sich scheinbar niemand für den genauen Ursprung und Inhalt dieser ominösen wie mysteriösen Jäger-Story ?
Immerhin soll Gina angegeben haben, das genau diese Information, sie letztlich zu Fabian geführt hat.

Da wäre es doch ungemein Wichtig, dem dann auch mal intensiv nachzugehen, wenn es doch einzig um die Wahrheitsfindung und der Suche nach dem wahren Täter geht, oder ?
Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:20:05 Wenn er die Tat begangen hätte, müsste es doch eigentlich in seinem Interesse sein, dass keinerlei Verbindung zu ihm hergestellt werden kann. Ein ortsansässiger Jäger kennt die Wälder wie seine Westentasche und hätte somit unzählige Möglichkeiten, eine Leiche für immer verschwinden zu lassen. Durch dieses „Sexpuppen-Märchen“ hätte er stattdessen die Aufmerksamkeit auf sich selbst und den Fundort gelenkt.
Unabhängig und jenseits eines "Tat-Jägers" ... sondern eher in Richtung "Westentasche" argumentiert...

Vielleicht ist das eben auch der Grund dafür, dass Gina zusammen mit Ihrem "Affären-Jäger", der "Jäger-Story" auf den Grund gegangen ist, weil er die Reviere und wohlmöglich speziell dieses Revier, eben wie seine Westentasche kennt und die Örtlichkeit anhand der Jäger-Story (deren genauer Inhalt oder Information uns ja leider nicht bekannt ist) besser eingrenzen und dadurch dann auch die Örtlichkeit bestimmen und finden konnte.

Warum sich der "Affären-Jäger" gegen einen Anruf bei der Polizei entschied und sich erst 3 Wochen später den Ermittlern offenbart hat oder ausfindig gemacht werden konnte (?) könnte ich mir das jedenfalls auch ganz ohne Tatverdacht gegen ihn plausibel erklären. Ebenso, dass Gina diesen, ihren "Affären-Jäger" gegenüber der Polizei geheim gehalten hat...

Welche Hinweise weisen überhaupt darauf hin, dass ein Jäger in diese schreckliche Tat involviert sein könnte, wenn man den "Affären-Jäger" bei dieser Überlegung bzw. Fragestellung mal herausnimmt ?
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Fragjanur »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:30:26 Meinst du den Artikel des Berliner Kurier, in welchem die Sexpuppe erwähnt wird? Dieser stammt vom 01.12.

https://www.berliner-kurier.de/panorama ... i.10008254
Ich weiß es nicht, ob das der 1. ist. Irgendwo muss ja die Quelle dazu sein, wenn es öffentlich geposted wurde und die Zeitung das aufgegriffen hat. Woher stammt das mit der Sexpuppe und seit wann?
Anders rum gefragt: Was ist so sehenswert an einer verbrannten Sexpuppe? Ich würde dafür nicht mal 100m gehen, geschweige denn 15 Km mit dem Auto hinfahren.

Daher halte ich es, wenn es diesen Post wirklich gibt, für ein selbstgestreutets Gerücht. Jetzt muss ja der Jäger preisgegeben werden. Wenn es den nicht gibt, dann gibt es auch das Gerücht um die Sexpuppe nicht (habe gesehen, dass in der Zeitung Gummipuppe steht). Im Live oder den Videos auf yT ging es aber um Sexpuppe, daher nenn ich das auch so.

Und dann muss man erklären, wie es zu dieser Aussage kam, wenn dann an dem Tümpel die Leiche mit Bezug zur TV gefunden wird. Das ist konkret Insiderwissen. Der Tümpel, angebrannt, Sexpuppe/Leiche. Direkt den richtigen Tümpel ausgemacht. Die Gegend soll voller Tümpel sein und ich erinnere mich, dass viele anfangs auch von einem anderen Tümpel ausgegangen sind.

Daher interessiert mich, ob es diesen post tatsächlich gibt oder es eine Ente ist, wie mit dem Pferd.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Sronson »

-JohnDoe- hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:34:42 Welche Hinweise weisen überhaupt darauf hin, dass ein Jäger in diese schreckliche Tat involviert sein könnte, wenn man den "Affären-Jäger" bei dieser Überlegung bzw. Fragestellung mal herausnimmt ?
Laut dem Berliner Kurier soll Gina von einem Jäger oder Förster erfahren haben, dass am Tümpel eine verbrannte Sexpuppe liegt. Sollte dies zutreffen, hätte der Jäger oder Förster damit über Täterwissen verfügt. Daraus lassen sich zwei mögliche Schlussfolgerungen ziehen:

a) Er selbst ist der Täter oder
b) Er hat die Information vom tatsächlichen Täter.
Fragjanur hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:45:52 Daher interessiert mich, ob es diesen post tatsächlich gibt oder es eine Ente ist, wie mit dem Pferd.
Welche Post meinst du? Meiner Meinung nach hat Gina die Sexpuppen-Story ihrer Freundin (im Artikel „Zeugin“), Mathias und den Ermittlern erzählt, um ihr Wissen über den Ablageort von Fabians Leiche zu erklären. Mathias glaubte ihr, die Ermittler jedoch nicht.
Eine Zeugin soll ausgesagt haben, Gina H. habe gehört, dass jemand auf dem Acker eine Gummipuppe verbrannt habe.
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Fragjanur »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 17:58:15


Welche Post meinst du? Meiner Meinung nach hat Gina die Sexpuppen-Story ihrer Freundin (im Artikel „Zeugin“), Mathias und den Ermittlern erzählt, um ihr Wissen über den Ablageort von Fabians Leiche zu erklären. Mathias glaubte ihr, die Ermittler jedoch nicht.
Ja, dann muss sie dann ja auch den Jäger benennen können. Das dürfte ja nicht all zu schwer sein, wenn es ihn gibt.
Wenn sie keinen benennen kann, gibt es ihn nicht. Dann ist das einfach ganz konkret Täterwissen.
Darum wäre wichtig, ob es ein Datum und eine Uhrzeit zu diesem post gibt? Ob es ihn überhaupt gibt?

Warum und wie hätte es die gehbehinderte Gassifreundin interessieren sollen und wie hätte sie zum Tümpel gehen sollen?
Sie hat sich das ausgedacht, konnte das nicht beibehalten und es war ein weiteres Indiz für ihre Täterschaft, das eindeutig Täterwissen. Das Fabina verbrannt wurde, wurde die ganze Zeit über in den Medien nur als Gerücht vermutet und nicht offiziell bestätigt. Das kam später.
Wie hätte sie das also wissen können?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Beitrag von Sronson »

Fragjanur hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 18:19:29 Das Fabina verbrannt wurde, wurde die ganze Zeit über in den Medien nur als Gerücht vermutet und nicht offiziell bestätigt. Das kam später.
Wie hätte sie das also wissen können?
Was war zuerst da: Das Gerücht, dass Fabians Leiche verbrannt wurde oder Ginas Behauptung, ein Jäger hätte ihr von einer verbrannten Sexpuppe am Tümpel erzählt?
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